| Mexikanischer oder Spaltenstachelleguan |
Sceloporus poinsetti
Familie IGUANIDAE - Unterfamilie PHRYNOSOMATINAE
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| Sceloporus poinsetti poinsetti BAIRD & GIRARD 1852 | | Sceloporus poinsetti axtelli WEBB 2006 | | Sceloporus poinsetti macrolepis CHRAPLIWY 1958 | | Sceloporus poinsetti polylepis SMITH & CHRAPLIWY 1958 | | Sceloporus poinsetti robisoni (TANNER 1987) |
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mex. Stachelleguan
| Verbreitung:
USA (New Mexiko, Texas), Mexiko (Chihuahua, Coahuila, Durango, Nuevo Leon, Zacateca)  Lebensraum:
Steppen,
Wüsten, trockene Nadelwälder mit vielen Felsformationen. Die Leguane
leben fast ausschließlich petricol. Man trift sie fast immer senkrecht
oder waagerecht an Felsen an.
| Beschreibung :
GL
30 cm, KRL 14 cm. Die Grundfarbe ist recht unterschiedlich und
kann von hellgrau bis weißlich über orange oder gelblich bis
olivgrün verlaufen. Auf dem Rücken und Schwanz sind dunkle
Querbänder. Das schwarzes Halsband ist weiß eingefasst, der Kopf
dunkler. Die Bauchseite kann gelblich oder grau variieren.
Stachelschuppen.
Geschlechtsbestimmung:
Männchen
haben eine leuchtend blau gefärbte Kehle und am Bauch
ebenfalls blaue Flecken. Bei den Weibchen ist diese
Blaufärbung nur ansatzweise vorhanden, oder fehlt ganz. Die
Femoralporen sind bei den Männchen mehr ausgeprägt als bei
den Weibchen. Sicheres Erkennungsmerkmal schon wenige Tage nach
der Geburt. Nur die Männchen haben mehrere, meist 2-4 vergrößerte
Postanalschuppen hinter der Kloake. Diese sind bei weiblichen
Tieren wesentlich kleiner oder fehlen ganz. Sceloporus poinsetti
sind mit ca. 12 Monaten geschlechtsreif.
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 | Terrarientyp:
Trockenterrarium
(Wüste) mit Felsaufbauten. Am besten macht sich eine strukturierte
Felsrückwand aus Styropor und Fließenkleber, welche über
die ganzen Rück- und Seitenwände verlaufen sollte. Dabei müssen
einige Spalten und Höhlen mit eingebaut sein, welche den
Leguanen ermöglicht sich dem Sichtfeld eines anderen Tieres der
Gruppe entziehen zu können. Außerdem bilden solche Verstecke
kühlere Bereiche für die Tiere. Das Bodensubstrat besteht bei mir
aus einer 5 cm Sandschicht, kleinen Steinen und und getrockneter
Tonerde. Wurzeln und/oder einige Äste runden die Einrichtung ab.
Terrariengröße:
100x50x80 cm sind das Mindestmaß. Ich
pflegte eine Gruppe von 1,3 Tieren in einem 120x50x120 cm
strukturiertem Felsterrarium. Dabei ragen einige Vorsprünge bis
fast an die Vorderscheiben. Von
der Struktur der Rückwand bis zur
Glasfront vorn, waren es nur 30-40 cm Bodennutzung, welche auch völlig
ausreichte, da die Tiere kaum den Boden
aufsuchen.
Beleuchtung:
Die Beleuchtung muss sehr hell sein: HQI Lampen, T5 LR, PAR- oder Halogenstrahler. Die
Beleuchtung im Terrarium variiert je nach dem Jahresrythmus. Beginnt im
Frühjahr mit wenigen Beleuchtungsstunden am Tag (8 Stunden im April),
steigert sich bis zur Jahresmitte auf 14 Stunden täglich und fällt
zum Jahresende bis zur Winterruhe wieder. Während der
Vorbereitungen zur Winterruhe erfolgt der Fall
des Beleuchtungszyklusses dann recht rasant innerhalb von ca. 2
Wochen auf Null (keine Beleuchtung/Heizung) Temperatur:
| tagsüber: 25 - 32° C | nachts: ca. 18 - 20° C | lokaler Sonnenplatz: 38 ~ 45° C |
Luftfeuchtigkeit:
Die
Luftfeuchtigkeit beträgt am Tag ca. 30-50%. Steigt in der Nacht bis auf
70%. Durch allabendliches Sprühen kann die Erhöhung der
Luftfeuchte noch begünstigt werden.
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Futter:
Alle
gängigen Futtertiere wie Heimchen, Grillen, Heuschrecken,
Schaben Mehlwurmlarven, Zophobaslarven, Fliegen und deren Maden
wurden bei mir bereitwillig angenommen. Alle paar Wochen gab es
ebenfalls 1-2 Babymäuse. Bei der Fütterung haben bei mir Gaben von
Wiesenplankton einen hohen Stellenwert. In den Sommermonaten von Mai
bis September bekommen meine Echsen fast ausschließlich Wiesenplankton,
so auch die Stachelleguane.  Futtertiere aus dem Handel sollten einige Tage vor dem Verfüttern selber gehaltvolle Nahrung erhalten. Die
Supplementierung der Futtertiere ist besonders wichtig, um den Leguanen
die lebensnotwenigen Mineralien und Vitamine zukommen zu lassen.
Nach
meinen Beobachtungen verschmäht Sceloporus poinsetti aber auch
keine pflanzliche Nahrung. Bei meinen Tieren waren besonders rote
Früchte wie Erdbeeren oder Tomaten begehrt. Aber auch viele
Wildkräuter wurden angenommen, besonders Blüten von Löwenzahn und
Nachtkerze.  | Überwinterung:
Meine
adulten Stachelleguane werden ab Anfang November für zwei Wochen nicht
mehr gefüttert. Anschließend wird schrittweise die Beleuchtung herunter
gefahren. Dabei werden eine Lampe bzw Heizquelle nach der
anderen im 3 - 5 Tagetakt abgeschalten. Das Terrarium nimmt nach dieser
Zeit (14 Tage) Zimmertemperaturen von 20°C an. Die
Terrariumeinrichtung wird einmal die Woche überbraust. Trotzdem wird
aber ein Wassergefäss bereit gestellt. Die Tiere ruhen und
schlafenvornehmlich zwischen den Spalten der Terrariumrückwand. Die
Dauer der Winterruhe beträgt ca.12 Wochen. Nach Beendigung dieser wird
das Terrarium in umgekehrter Reihenfolge wieder "in Gang" gesetzt. | Zucht:
Ovovivipar. Die
Tiere paarten sich bei mir im September/Oktober, überdauerten dann
die Winterruhe im Terrarium bis im Frühjahr wieder Temperatur und
Beleuchtung auf normales Level gesteigert wurde. Im April/Mai
nimmt der Leibesumfang der Weibchen zu. Meist setzen bei mir die
Weibchen im Juni die Jungtiere ab. Die Anzahl liegt bei mir
zwischen 2-12 Jungtieren. Leider hatte ich auch oft Frühgeburten
oder nicht befruchtete Eier zu verzeichnen. Auf Grund einer nicht
bemerkten Geburt wurden auch 1 mal Jungtiere vom Männchen aufgefressen.
Aus dieser Erfahrung heraus gebe ich den Ratschlag:
1. trächtige Weibchen zu separieren und 2. neugeborene NZ sofort vom Muttertier zu trennen.
Aufzucht Jungtiere:
Jungtiere
werden sofort nach der Geburt in kleine Aufzuchtterrarien überführt.
Dabei erfolgt die Aufzucht in 3er Gruppen in 40x30x40 cm großen
Terrarien mit strukturierter Felswand. Die weitere Einrichtung
entspricht dem Terrarium der adulten Tiere, ebenso Temperatur und
Luftfeuchte. Beleuchtet werden die Aufzuchtterrarien jeweils mit 2x
23 Watt Energiesparlampen (Elek. Biax Tech 865 Tageslicht) und 2x 35
Watt Halogenstrahler. Gefütter werden die Stachelleguan NZ bei mir
ausschließlich mit Wiesenplankton, da die Geburt immer in den Sommer
fällt. Natürlich können auch herkömlich Futtertiere aus Eigenzucht oder
käuflich erworben angeboten werden. Ein Wassernapf muss immer zur Verfügung stehen. Täglich sollte gesprüht werden. | © 2008 Jens Hauke
TerraSauria-Team
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Bosch/Werning: Leguane
| G. Köhler/P. Heimes: Stachelleguane | Henkel/Schmidt: Leguane
| H. Werning:
Stachelleguane von | | Rogner: Echsen 1 | | | B.o.D. Karbe: Bunte Terrarienwelt | Reptilia Nr.24 2000
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