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Zucht & Aufzucht
Sauromalus

(Chuckwalla)
Familie: Igunidae
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Eine erfolgreiche Zucht gelingt nur nach Einhaltung einer Winterruhe.
Das
adulte Männchen fängt kurz nach Einschalten von Beleuchtung und Anheben
der Temperaturen mit den Paarungsaktivitäten an. Die typischen
Liegestütze sind dabei das markante Merkmal. Es folgen teils oft
wilde Verfolgungsjagden, in dessen Folge das Weibchen irgendwann
aufgibt und durch Anheben des Schwanzes seine Paarungsbereitschaft zu
erkennen gibt. Es ist aber nicht die Regel, das dass Weibchen seine
Paarungsbereitschaft signalisiert. Oft wird es vom Männchen
einfach überwältigt und die Paarung findet nur widerwillig statt,
mißglückt aber auch ebenso oft.
Ist die Paarung geglückt, findet ca. 30 - 40 Tage danach die Eiablage statt. Dafür muss ein geeignetes Eiablagegefäß im Terrarium vorhanden sein. Eine beheizte Plastikwanne, gefüllt mit Sand/Lehm, eignet sich dafür ausgezeichnet. Vom
Weibchen wird darin eine Ablagehöhle gegraben. Günstig erweist sich
dabei, eine Holzplatte oder einen Stein, über den halben
Plastikbehälter zu legen. So hat das Weibchen einen Ansatz zum Graben.
Die Eier werden meist in die unterste Ecke des Gefäßes direkt an
der Wand abgesetzt. Anschließend wird die Höhle bzw Gelege wieder
zugeschüttet. Die Stelle wird sehr gut verschlossen und man sieht kaum,
dass dort Grabungen statt fanden.
Die Eier können nun vorsichtig
entnommen, mittels Stift gekennzeichnet und in Plastikbehälter
(Haushaltwaren) mit feuchtem Vermiculit überführt werden. Das Substrat
füllt fast den halben Plastikbehälter. Die Eier werden zu einem Viertel
in das feuchte Vermiculit gebettet.
Die richtige Substratfeuchte
erreiche ich, indem ich trockenes Vermicult in einen Leinenbeutel
schütte und dann Wasser darüber gieße. Das Vermiculit saugt sich mit
Wasser voll. Im Anschluss wringe ich den gefüllten Beutel aus, bis nur
noch wenige Tropfen Wasser austreten. Das feuchte Gemisch wird dem
Beutel entnommen, aufgelockert und in die Inkubationsboxen gegeben.
Dadurch beträgt die Luftfeuchte in den Substratboxen ca. 90%. Die Inkubationszeit von Chuckwalla-Gelegen beträgt bei 29-30°C etwa 70-80 Tage. Die
Inkubation der Gelege erfolgt bei mir mittels selbst gebautem
Motorbrüter. Damit habe ich schon jahrelang gute Schlupfergebnisse
erzielt, dies nicht nur bei Sauromalus. Die optimale
Inkubationstemperatur ist mittels Thermostat/Fühler gut zu halten. Dieser
Motorbrüter funktioniert nach dem Umluftprinzip. Mittels Heizkabel
erwärmte Luft wird ständig an den Substratboxen vorbei geführt.
Die
Inkubationszeit meiner Sauromalusgelege betrug schon seit einigen
Jahren bei konstant 29°-30°C auf den Tag genau 75-80 Tage. | | Die
Nachzuchten werden nach dem Schlupf für 3 Tage in mit feuchtem Zewa
ausgelegte Plastikboxen gesetzt. Diese Boxen befinden sich ebenfalls
weiterhin im Inkubator.
Danach werden die kleinen Chuckwallas in
das Aufzuchtterrarium überführt. Aufzuchtgruppen von 5 Tieren haben
sich bei mir bewährt. Temperatur, Beleuchtung und Einrichtung wie bei
den Adulti. Mehrere Futternäpfe haben sich ebenso bewährt. Es wird 3
mal am Tag gefüttert, wobei klein geschnittene Wild- und Gartenkräuter
den Hauptanteil in der Nahrung ausmachen sollten. Sehr wichtig ist
eine ausreichende Flüssigkeitzufuhr. Wasser muss immer zur Verfügung
stehen. Aus diesem Grund wird allabendlich gesprüht. Wasser wird gern
von den Einrichtungsgegenständen geleckt.
Direkte Unterdrückung
konnte ich bei meinen NZ noch nicht feststellen. Konnte aber
beobachten, dass ein oder zwei Exemplare einer 5-8er Gruppe, trotz
guter Nahrungsaufnahme im Wachstum stagnierten und etwas kränkeln. Diese Tiere wurden der Gruppe entnommen und jedes Tier einzeln seperat aufgezogen. Ist
dieses Tier wieder zu Kräften gekommen und hat an Masse zugenommen,
wurde es von mir versuchshalber wieder der Gruppe zugeführt und hat
sich seltsamerweise gut integriert und wächst mit der Gruppe
hervorragend auf.
Im Alter von ca. 8-10 Monaten kann man anhand
der recht deutlich und gut ausgeprägten Femoralporen der Männchen diese
als solche erkennen. Weiblichen Tieren fehlen diese deutlich
ausgeprägten Poren. Auch ist der Kopf der Weibchen etwass schmaler als
der von Männchen. Eine genaue Geschlechtsbestimmung unmittelbar nach
dem Schlupf, wie es einige Halter zu erkennen wollen, halte ich für
nicht möglich.
Fallen Nachzuchten in die Sommermonate, so hat
sich eine Freihaltung in geeigneten Behältnissen bei mir sehr gut
bewährt. Dazu werden die NZ in große Blastbehälter gesetz und tagsüber
auf dem Balkon gestellt. Die Behälter sind relativ einfach
eingerichtet. Sand, Steine, Wurzeln. Ein Viertel des Behälters ist mit
einem Tuch bedeckt, damit sich die Tiere an heißen Sonnentagen auch in
schattige Bereiche zurückziehen können.
© 2008 by Jens Hauke - TerraSauria-Team  | | Zurück zu Haltung Sauromalus |

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