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Geckos (Geckonidae)

Die weit über 1200 derzeit bekannten Geckoarten und unzähligen Unterarten kommen auf allen Kontinenten der Erde bis auf die Antarktis vor. Die meisten Arten sind jedoch in den tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas und Asiens zuhause.

Aeluaroscalabotinae
Diplodactylinae
Eublepharinae
Gekkoninae
Teratoscincinae

Geckos sind recht robust und anpassungsfähig, es seien als Beispiel die Kosmopoliten Hemidactylus frenatus, Lepidactylus lugubris und Gehyra mutilate benannt. Geckos stammen aus recht unterschiedlichen Vegetationszonen wie Wüste und Halbwüste, Steppe und Savanne, immergrüne, halbimmergrüne und regengrüne Wälder, Nebel- und Regenwäldern, es gibt Boden-, Fels-, Strauch- oder Baumstamm-, seltener Baumkronenbewohner.

Während Hemidactylus frenatus, Gekko gecko, Gonatodes albogularis und Tarentola mauritania als Kulturfolger bekannt sind, gibt es auch viele kulturflüchtende Spezialisten, bei deren Haltung es ganz besonders auf die exakte Nachbildung der ursprünglichen Bedingungen zu achten gilt.
Dabei gilt es nicht Spitzenwerte nachzuahmen, aber sich schon die klimatischen Verhältnisse der Ursprungsländer anzuschauen.

Viele Geckoarten zeigen Territorialverhalten, wenige leben paarweise, die meisten in lockeren Familiensippen mit 1 Männchen auf zig Weibchen, so dass sich oft die 1,X Haltung empfiehlt.

Artenschutz

Einige Geckos unterliegen Bestimmungen des Artenschutzes, bei beabsichtigtem Kauf empfiehlt es sich mit den örtlichen, zuständigen Sachbearbeitern Kontakt auf zu nehmen.

Zuständige Behörden bei denen geschützte Tierarten gemeldet werden*:
Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen: Regierungspräsidien
Bayern, Schleswig-Holstein, Saarland: Untere Naturschutzbehörden der Kreise und kreisfr. Städte
Brandenburg, Mecklenburg-Vorp., Sachsen-Anhalt: Untere Naturschutzbeh. der Kreise und Städte
Berlin: Bezirksämter
Bremen: Senator für Bau, Verkehr und Umwelt
Hamburg: Umweltbehörde (Naturschutzamt)
Niedersachsen: Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Nordrhein-Westfalen: Untere Landschaftsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte
Rheinland-Pfalz: Untere Landespflegebehörden der Kreise und kreisfreien Städte
Thüringen: Obere Naturschutzbehörden
*Informationen von der Hompage der dght

Terrariengestaltung

Bei der Größenwahl der Terrarien ist neben der Körpergröße und Anzahl der Tiere auch deren Temperament und Bewegungsdrang, die der Art eigenen Aggresivität und das Teritorialverhalten zu berücksichtigen.   
Bei Bodenbewohnern sollte das Terrarium länger als hoch sein, das für kletternde Arten höher als lang.  
Angemessen erscheint mir, auch für die allerkleinsten Arten eine Kantenlänge von 60 cm nicht zu unterschreiten, da es sonst schwierig wird, die nötigen verschiedenen Temperatur- und Feuchtigkeitszonen zu realisieren.

Prinzipiell dürfen Terrarien nicht an Plätzen mit Sonneneinfall aufgestellt werden. Während die frühe Morgensonne mit schräg einfallendem Licht für eine kurze Dauer sicher nicht ganz so bedrohlich ist, kann die Stärke der Mittags- und Abendsonne innerhalb von Minuten zur Überhitzung des Beckens und damit zu dem Hitzetod der Pfleglinge führen.



Stenodactylus Gecko Eublepharis


Für Echsen aus den gemäßigten Zonen empfiehlt sich als Sommerresidenz die Einrichtung eines Freilandgeheges.

Bodenbewohner des Waldes leben unter Laub und zwischen Wurzeln, in kleineren Felsgruppen und Steinansammlungen.

Für Geckos mit Haftlamellen empfehlen sich glatte (geschälte) Äste, und Bambusstücke.
Baumhöhlen können mit Korkröhren oder Baumbusstücken imitiert werden, als solche eignen sich auch kleine Nistkästen für Ziervögel, deren Deckel sich zu Reinigungszwecken öffnen lassen.

Wie bereits erwähnt, sind die Angaben zur Terrariengröße in den Empfehlungen des Gesetzgebers starre und zu kritisierende Werte, da sie den recht unterschiedlichen Bewegungsdrang unserer Pfleglinge nicht berücksichtigen und sich ausschließlich aus der Länge der Geckos errechnen.

Faustformel zur Berechnung der Terrariengröße für 1,1 Geckos
(für jedes weitere Tier sind je 15 % hinzuzurechnen)
kletternde Geckos aus Trocken- oder Feuchtgebieten 6 x 6 x 8 (LxBxH)
bodenbewohnende Geckos aus Trocken- oder Feuchtgebieten 4 x 3 x 2 (LxBxH)

Diese Richtwerte errechnen sich anhand der KRL als absolutes Minimum für die Haltung eines Paares, persönlich dienen sie mir lediglich als ganz  grobe Richtschnur in Verbindung mit der Gesamtlänge der gehaltenden Arten.
Je nach Herkunftsgebiet der Geckos sind die Terrarien unterschiedlich einzurichten.

© 08  Gaby Lehmann
TerraSauria-Team
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Literatur

Herbert Rösler: Geckos der Welt,
Urania, Leipzig, Jena, Berlin 1995 (ISBN 3 332 00549 9, unbezahlbar *gg*)

Aus dem Inhalt:
- Hauptmerkmale und Verwandtschaftsverhältnisse der Geckos
- Lebensweise in der Natur
- Die Gattungen der Geckos
- Haltung uns Fortpflanzung von Geckos
- Schutzbestimmungen .....

Den Ausführungen des Geckospezialisten  ist deutlich die Erfahrung aus der Praxis anzumerken, einfach nur gelungen und in den Tipps auch vom frisch eingestiegenem Terrarianer konkret umzusetzen. Schade, dass das Buch vergriffen und keine Neuauflage in Sicht ist, wenn man gebraucht dran kommen kann, eine mehr als lohnende Anschaffung.

Herbert Rösler: Vermehrung von Geckos
Herpeton Verlag , Offenbach 2005 (ISBN: 3936180083  ca 40 €)

Aus dem Inhalt:
- Grundlagen zur Vielfältigen Echsenform Geckos und Terrarienhaltung
- Hinführung zur Fortpflanzung und Reproduktionsprinzipien
- Fortpflanzungsverhalten von Geckos und Trächtigkeiten
- Eiablage und Geburt
- Geckoeier und ihre Inkubation
- Schlupf und Aufzucht von Geckos
- Fortpflanzungsstörungen, Fehler und Fehlbeseitigungen

Im Anhang werden "Fortpflanzungsdaten" in einer gut sortierten Tabelle dokumentiert

Henkel, F. Wilhelm/Schmidt, Wolfgang : Geckos, Biologie Haltung Zucht,
Ulmer, Stuttgart 2004 (ISBN 3 8001 3854 9, ca 40 €)

Schon die erste Ausgabe des Buches "Geckos" (Stuttgart 1991, Ulmer) galt als das Standartwerk schlechthin. Die 2. völlig neu überarbeitete Auflage enthält neben umfangreichen Beschreibungen vieler Familien und (Unter)Arten mit sehenswerten neuen Bildernd auch grundsätzliche Ausführungen zu:
- Lebensweise, Habitus und Vorkommen
- Biologie und Zucht
- Geckos im Terrarium
Es werden wirklich alle erdenklichen Themen von Entwicklungsgeschichte und Systematik, über Sinnesorgane, Genetik und Inkubation, bis hin zu Terrarienbau, -typ und Terrarientechnik, Futtertierzucht und Erkrankungen (sowie vieles mehr) angeschnitten. Selbst wenn man das erste Buch schon besitzt eine durchaus lohnende Anschaffung.

Henkel, F. Wilhelm, Schmidt, Wolfgang: PraxisRatgeber Geckos – alle Arten  im Überblick
Editoin Chimaira Frankfurt/M 2003 (ISBN 3 930612 71 2 , ca. 20 €)

Im "Praxisratgeber" ist der einführende allgemeine Teil zu Sinnesorganen, Aktivität und Verhalten, Terrarienhaltung, Arten und Tierschutzbestimmungen recht knapp gehalten. Den größten Raum nimmt die tabellarische Übersicht aller bekannten Geckoarten ein. Sicher kein 'muss' für den Geckohalter, doch aufgrund der genannten Artenvielzahl (auch wenn genannte Daten nicht für die Haltung ausreichen) und der vielen sehenswerten bilder seltener Gecko(unter)arten eine lohnenswerte Anschaffung.

Hermann Seufer, Yuri Kaverkin, Andreas Kirschner: Die Lidgeckos. Pflege, Zucht und Lebensweise
Kirschner & Seufert  12/2005,  (ISBN 3980420779 34,80 €)

"Es werden alle bekannten Lidgeckos der Gattungen Aeluroscalabotes, Coleonyx, Eublepharis, Goniurosaurus, Hemitheconyx und Holodactylus von kompetenten Autoren in Word und Bild vorgestellt"  http://www.herpetobuch.com/index.html?d_328.htm

Draco-Themenheft Nr. 18:  Draco Geckos
Inhalt: - Die Geckos der Welt - Tagaktive Zwerggeckos aus Afrika und Madagaskar: die Gattung Lygodactylus - Die Madagassischen Großkopfgeckos (Paroedura) - Neues aus Madagaskar: Haltung, Zucht und Lebensweise von Uroplatus pietschmanni - Engfingergeckos, Stenodactylus sthenodactylus (LIECHTENSTEIN, 1823), im Terrarium - Zwerggeckos (Tropiocolotes PETERS, 1880) aus Nordafrika - Lebensräume, Verhalten, Pflege und Nachzucht - Agamura persica - Der Spinnengecko aus dem Mittleren Osten - Erfahrungen mit dem Hausgecko (Hemidactylus frenatus) - Der Saumschwanz-Hausgecko (Cosymbotus platyurus): Haltung und Nachzucht im Terrarium und im Freilauf - Ein Tiger im Terrarium – Haltung und Nachzucht von Goniurosaurus araneus - Haltung und Nachzucht des Höckerkopfgeckos, Rhacodactylus auriculatus BAVAY, 1869

Draco-Themenheft Nr. 29: Australische Geckos
Inhalt: - Die "Geckos" Australiens -  Betrachtungen zu den australischen Samtgeckos der Gattung Oedura -  Biologie, Haltung und Nachzucht des australischen Bodengeckos Dilodactylus damaeus Lucas & Frost, 1896 -  Biologie, Haltung und Nachzucht des australischen Knopfschwanzgeckos Nephrurus amyae Couper & Gregson, 1994 -  Der Australische Dickschwanzgecko, Nephrurus milii (Underwoodisaurus milii) -  Die Gattung Strophurus -  Die Australischen Riesenblattschwanzgeckos  der Gattungen Saltuarius und Orraya -  Auf Geckosuche in Australien

Draco-Themenheft Nr. 36: Neukalendonische Riesengeckos
Inhalt: - Die Gattung Rhacodactylus - Beobachtungen an Neukaledonischen Riesengeckos in der Natur - Kobolde im Blätterdach – der Kronengecko, Rhacodactylus ciliatus - Haltung und Nachzucht von Rhacodactylus trachyrhynchus trachycephalus  - Biologie, Haltung und Nachzucht von Rhacodactylus leachianus henkeli   - Sarasins Gecko – Rhacodactylus sarasinorum  - Zur Haltung und Nachzucht des Höckerkopfgeckos, Rhacodactylus auriculatus - Der Neukaledonische Flechtengecko Rhacodactylus chahoua     

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