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Trapelus savignii
DUMÉRIL & BIBRON 1837
Ordnung:
Squamata (Schuppenkriechtiere) Unterordnung: Sauria (Echsen)
Teilordnung: Iguania (Leguanartige) Familie: Agamidae (Agamen)
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Allgemeines
Trapelus savignii werden hauptsächlich unter dem Namen Wüsten- /
Steppenagame angeboten, doch darunter sind auch viele andere Echsenarten zu
verstehen. Grundsätzlich sind nicht nur Trivialnamen ein großes Problem,
auch die wissenschaftlichen Namen werden zum Teil bunt gemischt. So werden beim
Verkauf der Tiere teilweise sogar andere Gattungen wie Pseudotrapelus sinaitus mit
angegeben.
Beim Kauf von Trapelus ist daher Vorsicht geboten, insbesondere wenn
es sich um Wildfänge in Zoofachgeschäften oder auf Börsen handelt.
Im Handel angeboten werden hauptsächlich die Arten Trapelus mutabilis, Trapelus
pallidus und Trapelus savignii, wobei diese Tiere natürlich nicht immer
zutreffend bestimmt sind.
Verbreitung
Trapelus savignii sind hauptsächlich in Ägypten (Terra typica) und Israel verbreitet,
während andere Trapelusarten in ganz Nordafrika und einem Teil von Südwestasien
vorkommen.
Sie bewohnen dort je nach Art hauptsächlich Halbwüsten,
wüstenähnliche Landschaften und Steppen.
Beschreibung
Trapelus haben eine helle Sandfarbe, teilweise gräulich mit
dunkleren Querstreifen. Die Männchen färben ihre Kehlen und Flanken bei
Erregung blau, die Weibchen können einen blau-gräulichen Kehlfleck bekommen,
bei Trächtigkeit färben sie die Querstreifen auf ihrem Rücken rot, der Schwanz
bekommt eine gelbliche Farbe.
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Auch die Weibchen können ihre Kehle teilweise
blau färben, wie auf den oben zu sehenden Bildern von einem trächtigen
Weibchen. Sehr gut zu erkennen sind ebenfalls die roten Querstreifen sowie der
leicht gelbliche Schwanz.
Bei den unteren Bildern handelt es sich um Männchen, auf dem
ersten Bild in weniger intensiv gefärbtem Zustand,
jedoch sind teilweise auch
die blauen Flanken zu erkennen, auf dem zweiten Bild in einer intensiven
Blaufärbung. |
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Die Tiere erreichen eine Gesamtlänge von etwa 20 cm, wobei die
Hälfte davon auf den Schwanz entfällt. Trapelus sind interessant zu beobachten,
die Haltung ist nicht allzu kompliziert, vorausgesetzt es wurde sich im Voraus
ausreichend informiert.
Bei Wildfängen (z.B. von Börsen, Zoofachhandlungen, usw.) kann
es allerdings schnell zu Problemen wie Erkrankungen (Parasiten, Milben, …),
Legenot, Dehydrierung, Futterverweigerung, oder Ähnlichem kommen.
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Terrarium
Trapelus sind sehr aktive Tiere und die Mindestanforderungen für
diese Tierart recht knapp bemessen. Grundsätzlich empfehlen sich als
absolutes Mindestmaß für ein Pärchen 100 x 60 x 60 cm (L x B x H).
Besser sind Terrarien ab 120 x 60 x 60 cm. Eine gut strukturierte Felsrückwand
sollte auf keinen Fall fehlen.
Das Terrarium wird als Wüsten- bzw. Steppenterrarium
ausgestattet, eine Felsrückwand mit vielen Vorsprüngen sollte gestaltet werden,
um den Tieren mehr Lauffläche zu bieten.
Diverse Äste, Wurzeln, Steine, Sträucher und Pflanzen (z.B.
Tillandsien, div. Sukkulente) dienen als Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Von der
Bepflanzung mit Kakteen oder giftigen Pflanzen ist abzusehen.
Der Untergrund sollte aus einem grabfähigen Substrat, am besten einem
Sand-Lehm-Gemisch bestehen und eine Höhe von mind. 10 cm aufweisen.
Beleuchtung
Trapelus
sind heliophile Tiere und haben hohe
Beleuchtungsansprüche. Als Lichtquelle sollte eine gute Mischung aus
HQI / HCI-Lampen und T5-Röhren installiert werden. Zur
UV-Versorgung dienen die Osram Ultra
Vitalux (Mindestabstand beachten!) oder die Bright Sun UV desert. Je
nach noch
erforderlicher Temperatur kann diese Beleuchtung durch einfache
Baumarktspots
ergänzt werden.
Lichtquellen
2-3 CDM, HQI, HCI Wattstärke je nach Terrariengröße (z.B. 35W CDM-R für 50cm
hohe Terrarien)
1-x Spots, Wattstärke je nach dem, wie viel Wärme noch erforderlich ist.
Ergänzung durch T8 oder T5 Röhren.
UV-Beleuchtung (verschiedene Varianten)
Osram Vitalux 300 Watt (Mindestabstand beachten!)
Bright Sun UV Desert 50-70 Watt
T-Rex UV Heat Strahler
Temperatur
und Luftfeuchtigkeit
Die Temperatur sollte tagsüber 22 – 35°C betragen, auf den
Sonnenplätzen können gut zwischen 50°C und 55°C entstehen. In der Nacht
sollten die Temperaturen auf 15°C – 20°C sinken.
Die Luftfeuchtigkeit sollte etwa bei 30 – 40 % liegen. Beim
Sprühen steigt die Luftfeuchtigkeit kurzzeitig. Bei zu trockener Haltung können
Häutungsprobleme auftreten, bei zu feuchter Haltung kann es zu Pilzerkrankungen
und Ähnlichem kommen. |
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Ernährung
Lebendfutter: Alle Arten von Schaben, Heuschrecken,
Grillen, Heimchen, Ofenfischchen, Bohnenkäfer, Wachsmotten, …
Grundsätzlich sollte auf eine abwechslungsreiche Fütterung
geachtet werden. Besonders beliebt scheinen Ofenfischchen und grüne Schaben.
Grünfutter:
Viele Arten von Wiesenkräutern, z.B.
Löwenzahn, Gänseblümchen, … Das Verfüttern von Obst sollte vermieden
werden. Welche Grünfutterarten besonders geeignet sind, könnt ihr
unserer Grünfutterliste entnehmen.
Es ist zusätzlich auf eine ausreichende Supplementierung (z.B.
Herpetal oder Korvimin) zu achten!
Die Tiere müssen weder getränkt, noch gebadet werden! Es ist
trotzdem empfehlenswert, eine Schale mit frischem Wasser zur freien Verfügung
zu stellen.
Vergesellschaftung
Trapelus sind Einzelgänger, eine Paar- oder Gruppenhaltung (1.x) kann bei Trapelus funktionieren,
muss aber nicht (vergl. *1). Deshalb sollten im Falle des Scheiterns ausreichende
Ausweichbecken zur Verfügung stehen. Es ist zudem verstärkt auf eine
Unterdrückung zu achten.
Einer Vergesellschaftung mit anderen Arten ist abzuraten,
da sich Trapelus bereits untereinander teilweise recht territorial verhalten.
Es wäre möglich, in ausreichend großen Terrarien einen Versuch zu wagen, ich
würde jedoch davon abraten und empfehlen, jede Art einzeln in ihrem Terrarium
pflegen.
Zucht
Das Weibchen färbt bei Trächtigkeit die Querstreifen auf dem
Rücken rot, der Schwanz bekommt einen leichten Gelbstich. Ein Gelege besteht
meist aus 7 – 12 Eiern, für die Ablage sind im Terrarium geeignete Stellen
feucht zu halten und mit ausreichend Substrat zu versehen. Die
Inkubationstemperatur sollte etwa 28 ° C betragen.
Sonstiges
Die Problematik der Haltung von Trapelus liegt darin, dass fast
nur Wildfänge erhältlich sind und diese oftmals eine Vielzahl an Parasiten
aufweisen.
Außerdem können die Arten teilweise kaum unterschieden werden
und sind falsch ausgeschildert. Es kann also ebenso schnell vorkommen, dass man,
ohne es zu wissen, zwei unterschiedliche Arten im Terrarium hält.
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© 2009 Patricia Mülller - TerraSauria.net
Dank vom TerraSauria-Team für den Bericht |
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Literatur
Literatur speziell zu Trapelus ist kaum zu bekommen, die
einzigen Informationsquellen sind einige Berichte über Trapelus (z.B. in der
elaphe 2007/4 ein Bericht über T. savignii).
Weitere Informationen auf www.trapelus.de

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- vergl.*1 : Wagner, Philipp: Neues von Afrikanischen Agamen, Rheinbach 2008, Iguana-Rundschreiben 21/Nr.1
- Barts, M. & Wilms, T.: Die Agamen der Welt. Draco 4 (14) 2003
- Esterbauer,H.: Zur Herpetofauna Südwestsyriens. Herpetofauna 7 (38) 1985
- Johann, H.: Herpetologische Eindrücke auf einer Reise durch die Sahara. Herpetofauna 3 (13) 1981
- Müller, H. D.: Trapelus savignyi (DUMÉRIL & BIBRON 1837) - Erfahrung mit der Terrarienhaltung. Elaphe 9 (4) 2001
- Schleich,H.H., Kästle,W., Kabisch, K.: Amphibians and Reptiles of North Africa. Koeltz, Koenigstein, 1996
- Wagner,
P. & Böhme, W.: A new species of the genus Trapelus Cuvier,
1816 (Squamata: Agamidae) from arid central Africa. Bonner Zool. Beitr.
55 (2) 2006
- Wagner, P., Wilms, T., Andreas Schmitz, A: A second specimen
of Trapelus schmitzi WAGNER & BÖHME 2007 (Sauria: Agamidae) and the
first record from Algeria. Revue suisse de Zoologie 115 (3), 2008
- Wrangel, R.: Haltung und Nachzucht der Wüstenagame Trapelus
mutabilis (Merrem,1820) sowie einige Freilandbeobachtungen in Tunesien.
Herpetofauna 16 (88) 1994
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