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 Tympanocryptis tetraporophora  im Terrarium 
Taubagamen im Terrarium
von Peter Fritz

"mein erstes TAUBAGAMEN-Jahr"

Taubagamen im Terrarium
von Sebastian Buschulte
Terrarium
Alles begann damit, dass mir bewusst wurde, dass mein Terrarium (100x55x80 cm) für zwei ausgewachsene Zwergbartagamen zu klein wird.  Die Tiere wurden von mir in gute Hände abgegeben und eine Alternative gesucht. Eine Tendenz in Richtung Taubagame stellte sich schnell heraus und nach einem Besuch bei Peter Fritz war klar: das sind genau die Tiere, die zu mir passen.
Nachdem ich von Silvia Zurloh Silvias Echsenwelt eine Zusage für drei Nachzuchten erhalten habe, -das waren übrigens gerade gelegte Eier,- begann ich mein Terrarium umzugestalten.
Terrarium

Das terracottafarbene Sand-Lehmgemisch wurde entfernt, die Futternapfhalterung nach vorn versetzt, zusätzliche Treppen und Unterschlupfe eingebaut.


Anschließend wurde die Rückwand  neu in einem gelblichen Ton eingefärbt und ein neues helleres Sand-Lehmgemisch  eingebracht. Die aus dem Zwergbartagamenterrarium entfernte Wasserschale  wurde wieder installiert.

Zum Schluss wurde noch die Beleuchtung aufgepeppt. Zu den 3x39W T5 Röhren wurden noch eine 50W und eine 70W Bright Sun installiert. Die mittlere Temperatur im Terrarium liegt bei 31°C und lokal unter den Spots erreiche ich nun 45°C bzw. 50°C.

Mitte Mai 2008 kam dann die langersehnte E-Mail. Die Nachzuchten waren geschlüpft. Fünf Wochen später wurden drei Tiere von mir abgeholt.
Sie begannen gleich nach dem Einsetzen damit das neue Territorium zu erkunden und haben am Folgetag auch gleich kleine Heimchen gefressen.
Die kleinen Biester waren gesund und munter und bei bester Fresslaune.
Taubagame
Taubagamen

Gefüttert wurden kleine Heimchen, kleine Grillen und Kellerasseln. Seltener wurden auch Buffalos angeboten und ab und zu wurde eine Fliege ins Terrarium gesetzt. Alle Futtertiere wurden mit Korvimin oder Herpetal Complete T bestäubt. Auch Sepiaschale war immer verfügbar und wurde gut gefressen.

Anfangs dachte ich auch, dass die kleinen Rothäute regelmäßig das angebotene Grünfutter, meistens Löwenzahn und Klee gefressen haben, musste aber feststellen das hierfür die überlebenden Heimchen verantwortlich waren. Diese haben jedoch meist selbst nicht lange überlebt, so dass die kleinen Taubagamen doch noch über diesen Umweg in den Genuss frischer Vitamine kamen.

Im Alter von 5 Wochen begann die erste Taubagame (Nr.1) sich zu häuten. Im Abstand von vier Tagen folgten Nr.2 und Nr.3, wobei das dritte Tier eine intensivere Rotfärbung zeigte.  


Mitte Juli bemerkte ich dann erstmals einen deutlichen Größenunterschied. Nr.1 war deutlich kleiner als die beiden Anderen und schien auch etwas schüchterner.
Auch die zweite Häutung erfolgte erst 2 Wochen nach den beiden anderen Tieren, wobei die alte Haut am Kopf nicht abgestoßen wurde. Die verlor das Tier erst nach 2 Wochen.
Weitere 2 Wochen später schien Nr.1 aufzuholen, fraß wieder richtig gut und war putzmunter.
 
Taubagame
Taubagame

Mitte September begannen die drei kleinen Biester dann etwas ruhiger zu werden.


Ich begann die Intensität und Dauer der Beleuchtung stufenweise runterzufahren, wobei zuletzt noch eine T5 für 8 Stunden und die 70W BS für 4Stunden brannte. Die Temperatur im Terrarium betrug im Mittel noch ca. 23°C. Zwischendurch gab es aber immer wieder Tage an denen das eine oder andere Tier für kurze Zeit munter durch das Terrarium wuselte.

Anfang Oktober war Nr.2 dann ganz verschwunden. Nr.1 war noch alle 1-2  Tage mal kurz zu sehen, bis es dann  eine Woche später auch in die Winterruhe folgte.
Nur Nr.3 fiel aus der Rolle, häutete sich Anfang Oktober an den Vorderbeinchen und suchte fast täglich für 1-2 Stunden den verbliebenen Sonnenplatz auf.
Auch seinen Ruheplatz hatte dieses Tier in einem Bereich gewählt, wo die Temperatur noch bei ca. 24°C lag.

Nach weiteren 3 Wochen lag dann endlich die alte Haut komplett am Sonnenplatz. Und am nächsten Tag war dann auch Nr.3 verschwunden.
Mit Beginn der 2. Novemberwoche tauchte Nr.2 wieder auf und wuselte durch das Becken. Dies war für mich der Startschuss um die Beleuchtung stufenweise wieder hochzufahren.


Aber die kleinen Biester machen nicht das, was man von ihnen erwartet. Nach 3 Tagen lag Nr.2 wieder am Ruheplatz.
Es dauerte noch bis Anfang Dezember  bis endlich alle Drei wieder -nach und nach-  die Winterruhe beendet hatten. Kaum erwacht war auch gleich wieder ein gesunder Appetit vorhanden.

 Nachdem alle Drei wieder richtig munter waren kam Peter Fritz zu einem Besuch vorbei, um bei der Geschlechts- bestimmung zu helfen. Raus kam dabei 1.1.1 .
Wie zum Trotz zeigte sich das vermeidliche Männchen zwei Wochen später so wie auf dem nebenstehenden Bild.
Die kleinen Biester haben halt ihren eigenen –manchmal auch grauen- Hinterkopf.  Vom Verhalten jedoch zeigte das Tier ein eindeutig männliches Dominanzverhalten.
Taubagame
Taubagame

Auffällig war, dass die Tiere nach der Winterruhe wesentlich agiler waren als davor. Selbst Sprünge über eine Distanz von 15 – 20cm waren kein Problem.


Kurze Zeit später färbte sich auch bei dem zweiten Tier x.x.1 der Hinterkopf grau, so dass nur noch das vermutete Weibchen ohne „Mütze“ rumlief.
Das zweite grauköpfige Tier, das erst als Männchen gehandelt wurde, verfolgte das andere grauköpfige Tier und es kam zu Nackenbissen und auch eindeutigen Paarungsversuchen. Ich vermute ein Männchen mit „Tarnkappe“.

Das andere grauköpfige Tiere nahm im folgenden auch deutlich an Volumen zu. In der ersten Februarwoche kam es dann zu den ersten Probegrabungen. Innerhalb einer Woche hat das Tier sechs bis zu 20cm lange Gänge gegraben. Dann wurden fünf leider unbefruchtete Eier abgelegt.
Kaum waren die Eier gelegt zeigte das andere grauköpfige Tier wieder sein Dominanzgehabe und versuchte wieder Nackenbisse anzubringen.  Das dritte, kleinste Tier wurde weiterhin ignoriert. Nach nun fast einem Jahr voller Überraschungen mit den drei „roten Kobolden aus Down Under“,
kann ich behaupten die Entscheidung für diese Tiere nicht bereut zu haben.
Taubagame

©  2009 Jürgen Bednarski
mit großem Dank vom TerraSauria-Team
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