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Das terracottafarbene Sand-Lehmgemisch wurde
entfernt, die Futternapfhalterung nach vorn versetzt, zusätzliche Treppen und
Unterschlupfe eingebaut.
Anschließend
wurde die Rückwand neu in einem
gelblichen Ton eingefärbt und ein neues helleres Sand-Lehmgemisch eingebracht. Die aus dem Zwergbartagamenterrarium entfernte Wasserschale
wurde wieder installiert.
Zum Schluss wurde noch die Beleuchtung
aufgepeppt. Zu den 3x39W T5 Röhren wurden noch eine 50W und eine 70W Bright Sun
installiert. Die mittlere Temperatur im Terrarium liegt bei 31°C und lokal
unter den Spots erreiche ich nun 45°C bzw. 50°C.
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Mitte Mai 2008 kam dann die langersehnte E-Mail. Die
Nachzuchten waren geschlüpft. Fünf Wochen später wurden drei Tiere von mir
abgeholt.
Sie begannen gleich nach dem Einsetzen damit das neue Territorium zu
erkunden und haben am Folgetag auch gleich kleine Heimchen gefressen.
Die kleinen Biester waren gesund und munter und bei
bester Fresslaune.
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Gefüttert wurden kleine Heimchen, kleine Grillen und
Kellerasseln. Seltener wurden auch Buffalos angeboten und ab und zu wurde eine
Fliege ins Terrarium gesetzt. Alle Futtertiere wurden mit Korvimin oder
Herpetal Complete T bestäubt. Auch Sepiaschale war immer verfügbar und wurde
gut gefressen.
Anfangs dachte ich auch, dass die kleinen Rothäute regelmäßig
das angebotene Grünfutter, meistens Löwenzahn und Klee gefressen haben, musste
aber feststellen das hierfür die überlebenden Heimchen verantwortlich waren.
Diese haben jedoch meist selbst nicht lange überlebt, so dass die kleinen
Taubagamen doch noch über diesen Umweg in den Genuss frischer Vitamine kamen.
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Im Alter von 5 Wochen begann die erste Taubagame
(Nr.1) sich zu häuten. Im Abstand von vier Tagen folgten Nr.2 und Nr.3, wobei
das dritte Tier eine intensivere Rotfärbung zeigte.
Mitte Juli bemerkte ich dann
erstmals einen deutlichen Größenunterschied. Nr.1 war deutlich kleiner als die
beiden Anderen und schien auch etwas schüchterner.
Auch die zweite Häutung
erfolgte erst 2 Wochen nach den beiden anderen Tieren, wobei die alte Haut am
Kopf nicht abgestoßen wurde. Die verlor das Tier erst nach 2 Wochen.
Weitere 2
Wochen später schien Nr.1 aufzuholen, fraß wieder richtig gut und war
putzmunter.
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Mitte
September begannen die drei kleinen Biester dann etwas ruhiger zu werden.
Ich begann die Intensität und Dauer der Beleuchtung
stufenweise runterzufahren, wobei zuletzt noch eine T5 für 8 Stunden und die
70W BS für 4Stunden brannte. Die Temperatur im Terrarium betrug im Mittel noch
ca. 23°C. Zwischendurch gab es aber immer wieder Tage an denen das eine oder
andere Tier für kurze Zeit munter durch das Terrarium wuselte.
Anfang
Oktober war Nr.2 dann ganz verschwunden. Nr.1 war
noch alle 1-2 Tage mal kurz zu sehen, bis
es dann eine Woche später auch in die
Winterruhe folgte.
Nur Nr.3
fiel aus der Rolle, häutete sich Anfang Oktober an den Vorderbeinchen und
suchte fast täglich für 1-2 Stunden den verbliebenen Sonnenplatz auf.
Auch
seinen Ruheplatz hatte dieses Tier in einem Bereich gewählt, wo die Temperatur
noch bei ca. 24°C lag.
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Nach
weiteren 3 Wochen lag dann endlich die alte Haut komplett am Sonnenplatz. Und
am nächsten Tag war dann auch Nr.3 verschwunden.
Mit Beginn
der 2. Novemberwoche tauchte Nr.2 wieder auf und wuselte durch das Becken. Dies
war für mich der Startschuss um die Beleuchtung stufenweise wieder
hochzufahren. |
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Aber die
kleinen Biester machen nicht das, was man von ihnen erwartet. Nach 3 Tagen lag
Nr.2 wieder am Ruheplatz. Es dauerte noch bis Anfang Dezember bis endlich alle Drei wieder -nach und nach-
die Winterruhe beendet hatten. Kaum erwacht war auch gleich wieder ein gesunder
Appetit vorhanden.
Nachdem
alle Drei wieder richtig munter waren kam Peter Fritz zu einem Besuch vorbei,
um bei der Geschlechts- bestimmung zu helfen. Raus kam dabei 1.1.1 .
Wie zum
Trotz zeigte sich das vermeidliche Männchen zwei Wochen später so wie auf dem
nebenstehenden Bild. Die kleinen
Biester haben halt ihren eigenen –manchmal auch grauen- Hinterkopf. Vom Verhalten jedoch zeigte das Tier ein
eindeutig männliches Dominanzverhalten.
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Auffällig
war, dass die Tiere nach der Winterruhe wesentlich agiler waren als davor.
Selbst Sprünge über eine Distanz von 15 – 20cm waren kein Problem.
Kurze Zeit später färbte sich auch bei dem zweiten
Tier x.x.1 der Hinterkopf grau, so dass nur noch das vermutete Weibchen ohne
„Mütze“ rumlief.
Das zweite grauköpfige Tier, das erst als Männchen gehandelt
wurde, verfolgte das andere grauköpfige Tier und es kam zu Nackenbissen und
auch eindeutigen Paarungsversuchen. Ich vermute ein Männchen mit „Tarnkappe“.
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Das andere grauköpfige Tiere nahm im folgenden auch deutlich an Volumen zu. In
der ersten Februarwoche kam es dann zu den ersten Probegrabungen. Innerhalb
einer Woche hat das Tier sechs bis zu 20cm lange Gänge gegraben. Dann wurden
fünf leider unbefruchtete Eier abgelegt.
Kaum waren
die Eier gelegt zeigte das andere grauköpfige Tier wieder sein Dominanzgehabe
und versuchte wieder Nackenbisse anzubringen.
Das dritte, kleinste Tier wurde weiterhin ignoriert.
Nach nun
fast einem Jahr voller Überraschungen mit den drei „roten Kobolden aus Down
Under“,
kann ich behaupten die Entscheidung für diese Tiere nicht bereut zu
haben.
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© 2009 Jürgen Bednarski
mit großem Dank vom TerraSauria-Team
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© 2009 - TerraSauria.net

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