TerraSauria.net
ChatechsenechsenechsenechsenechsenfreundeLiteraturemblGlossarechsen
ChatGrünfutteracanthocercus.de                                                                             mail

Die Blaukehlagame

Acanthocercus atricollis
SMITH 1849
A. atricollis
Beschreibung 

Bei den Blaukehlagamen Acanthocercus atricollis SMITH 1849  handelt es sich um ca. 30 – 35 cm große  Echsen, bei denen gut die Hälfte der Gesamtlänge auf den Schwanz entfällt.

Die Grundfarbe der Tiere ist grau bis beige-gelb mit teilweise kräftiger Rückenzeichnung, wobei die Weibchen etwas dunkler erscheinen. Die Bauchseite ist insgesamt deutlich heller gefärbt. 
Beiden Geschlechtern gemeinsam ist eine deutliche Zeichnung der Kehlregion, die in einem blau-gelb erscheint und sich beim Männchen im Erregungszustand –Balz- oder Drohgebärden- in ein kräftiges dunkelblau verfärbt. 
In diesem Zustand ist beim Männchen der gesamte Kopf bis zu den Vorderbeinen in einem brillanten türkis gefärbt, der Rücken erscheint heller, mit gelblicher Zeichnung und auch die Schwanzspitze färbt sich leicht türkis.

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Acanthocercus atricollis erstreckt sich von Ostafrika (Äthiopien / Somalia) bis nach Südafrika.
Die Tiere bevorzugen offene Baumsavannen und sind vorwiegend auf Akazien und Brachystegia zu finden. 
mehr auf
acanthocercus.de
Terrarienhaltung
Entsprechend den Bedürfnissen dieser, wie der engl. Trivialname „Blue-headed Tree Agama“ sagt, Baum bewohnenden Agamen, ist das Terrarium höher als breiter zu planen. Eine Höhe von min. 120cm sollte nicht unterschritten werden.

Eine gemeinsame Haltung von mehreren Männchen ist nicht möglich, da A. atricollis  mit einsetzender Geschlechtsreife im Alter von ca. 1 Jahr Reviere bilden und kein anderes Männchen dulden.

Ich selbst pflege 1,1 A. atricollis in einem Delta-Terrarium mit 120cm Höhe und einer Schenkellänge von 70cm. Dies halte ich nach jetziger Erfahrung für die Untergrenze an Terrariumsgröße für eine Paarhaltung.
Terrarium
Das Terrarium sollte gut strukturiert sein, viele Klettermöglichkeiten in Form von Stämmen und Ästen bieten und es sollte für jedes Tier ein Sonnenplatz vorhanden sein. 

Auch eine bekletterbare Rückwand wird gerne angenommen. Als Schlafplätze werden Korkröhren, die im oberen Drittel angebracht sind, genutzt.
Der Bodengrund besteht in meinem Terrarium aus einem grabfähigen Sand-Lehm-Kokosfasermix.

Durch die Beckenhöhe variieren die Temperaturen im Terrarium von ca. 22°C in Bodennähe und 30°C im oberen Bereich. An den beiden Sonnenplätzen werden Temperaturen von 42°C  erreicht.

Terrarium
Beleuchtung

Dem hohen Lichtbedürfnis dieser Agamen Rechnung tragend ist mein Terrarium mit:
1x 39W T5
1x 12W T5 sowie
2x 70W Bright Sun   beleuchtet.

Die Bright Sun sind gleichzeitig Wärmequelle für die Sonnenplätze, die von den Tieren sehr ausgiebig genutzt werden.

Ernährung

Acanthocercus atricollis  ernähren sich omnivor. Insekten werden jedoch deutlich bevorzugt. Hier wird so ziemlich alles gefressen, was sechs oder mehr Beine hat und überwältigt werden kann.
Lieblingsspeise scheinen jedoch im Terrarium Wespen oder Fliegen zu sein, die mit unglaublicher Geschicklichkeit erbeutet werden.
Ein Zusammenhang besteht hier möglicherweise mit den bevorzugten Aufenthaltsplätzen auf Akazien und Brachystegia,
auf denen sich Nektar suchende Insekten wie Bienen tummeln dürften.

Brachystegia globiflora, ein Charakterbaum der Savannen Afrikas. Dieser Baum des Mimbo-Waldes  ist einer der wichtigsten Nektarlieferanten für die Bienenwirtschaft.

An pflanzlicher Nahrung werden Golliwoog sowie Kräuter und Salate gut gefressen. Bei meinen Acanthocercus atricollis  habe ich beobachtet, dass sie auch getrockneten Löwenzahn und Wiesenheu nicht verschmähen.

Eine Wasserschale ist vorhanden, wird jedoch nicht oft genutzt. Viel lieber nutzen die Tiere das Sprühwasser von Pflanzen oder Wänden.
Terrarium

Acanthocercus atricollis  sind sehr interessante Terrarienpfleglinge, die durch ihr teilweise lebhaftes Verhalten auffallen. 
Oft sitzen sie an exponierten Stellen und beobachten aufmerksam ihre Umgebung. Nähert man sich mit Futter, 
ist es mit der Ruhe im Terrarium vorbei und alle Vorsicht seitens der Tiere ist vergessen.

© 2010 Jürgen Bednarski - TerraSauria-Team

JB

Diskussion


Chattime
Echsen Literatur Glossar C H A T FaS Futter Pflanzen TGB Agamen Geckos Leguane
zurück

acanthocercus.de
TS
© 2010 TerraSauria-Team